Interesse wecken an den MINT-Berufen. Ausgerichtet auf dieses Ziel fand für alle Neuntklässler in der Uhland-Realschule eine Info-Veranstaltung statt. Dabei führte das Referenten-Team, Biologin Jasmin Friedrich und Geograf Michael Müller, durch das Programm „Coaching4Future“.

Unterstützt durch Multimedia (Videoclips usw.) informierten die beiden MINT-Experten über Ausbildungs-, Studien- und spätere Berufsmöglichkeiten im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Je näher das Ende der Schulzeit kommt, um so dringlicher stellt sich die Frage: Wie geht es weiter nach der Mittleren Reife und welcher Beruf passt zu mir? Der MINT-Bereich mit seiner Zukunftsorientierung umfasst eine Fülle von Ausbildungsangeboten – auch für Mädchen.

Im Verlauf der Veranstaltung wählten die Schülerinnen und Schüler aus sechs Themenfeldern (Wohnen, Mobilität, Gesundheit, Arbeit, Lifestyle, Umweltschutz) zwei aus. „Mobilität“ stieß dabei auf großes Interesse. Dieses MINT-Themenfeld beschäftigt sich mit den „Antrieben der Zukunft“. Neue Fortbewegungsmittel sollen billig, sparsam, umweltschonend und schnell sein.

Beispielsweise ist „Hyperloop“ eine Weiterentwicklung der herkömmlichen Rohrpost-Technik. Für Deutschland sei eine 2.000 Kilometer lange Teststrecke geplant, für die ein „Zug“ nur 140 Minuten benötigen soll, so die Referenten. Herausforderung: Je größer das Vakuum in den Röhren, desto schneller der Zug.

Zu jedem Themenfeld gehören passende Ausbildungen bzw. Berufe. Auf „Mobilität“ bezogen sind das Karosserie- und Fahrzeugbautechniker, Technischer Systemplaner, Elektroniker sowie Maschinen- und Antriebstechniker.

Bevor die Schülerinnen und Schüler Anschauungsmaterial (Nanotape oder Virtual-Reality-Brille) selbst in die Hände nehmen durften, gingen Jasmin Friedrich und Michael Müller noch auf den Begriff „Bionik“ ein. Er steht für Biologie und Technik. Erscheinungen und Abläufe in der Natur sind hierbei Vorbild für eigene technische Entwicklungen.

Helga Keiser-Rehn, Berufsbegleitung vom Landratsamt Aalen, nahm ebenso wie Christine Rossow, Berufsberaterin der Agentur für Arbeit, an der Veranstaltung teil.

„Coaching4Future“ ist ein Programm der Baden-Württemberg-Stiftung, unterstützt von der Bundesagentur für Arbeit und Südwestmetall. Hintergrund dieser Veranstaltung ist nicht nur der Wandel am Arbeitsmarkt, sondern auch der aktuelle Fachkräftemangel in diesem Berufsfeld.

 

Text: Erik Hofmann, L

Fotos: Felix Eckardt, RL