Im Rahmen der schulischen Suchtprävention und auf Einladung der Schulsozialarbeit besuchte erstmals Anna die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 der Uhland-Realschule Aalen. Anna kennt nicht nur sämtliche Arten von Drogen, sondern weiß auch, wie sie wirken und welche Gefahren von ihnen ausgehen. Als Jugendliche war sie selbst drogenabhängig.

So unterteilte sie ihre Veranstaltung in einen Film- und einen Gesprächsteil. Zunächst sahen die rund 80 Schülerinnen und Schüler die Dokumentation „Kindheit unter Drogen – Annas Weg zurück im Leben“. Sie zeigte in bedrückender Weise ihr junges Leben als Drogenabhängige und ihr schwieriges familiäres Umfeld.

Daran anschließend hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, Fragen über den Film, ihre Person und das Thema zu stellen. Anna beschrieb dabei den Mechanismus der Sucht. Als Konsument erlebe man Drogen zunächst angenehm betäubend. Negative Gefühle und schlimme Lebenslagen würden ausgeblendet. Jemand, der an diesem Punkt angelangt ist, sollte sich rechtzeitig Hilfe holen. Auch an der URS wäre das über die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Schulsozialarbeit als Ansprechpartner möglich, betont sie.

Im weiteren Verlauf der Gesprächsrunde gab die Referentin zusammen mit den SchülerInnen einen Überblick über die verschiedenen Arten von Drogen. Neu war dabei vielen, dass die meisten Menschen an Tabak- und Alkoholkonsum sterben.

Egal welche Droge: Sie gaukeln immer etwas vor und hinterlassen zum Teil schwere Schäden im psychischen und physischen Bereich. Beispielsweise würde Crystal Meth Haut, Augen und Zähne zerstören und den Alterungsprozess beschleunigen. LSD würde Halluzinationen bis hin zu Wahnvorstellungen auslösen. Solche Schädigungen können ein Leben lang bleiben, mahnt Anna. Abschließend stellt sie noch klar, dass Besitz und Konsum von Drogen illegal ist und strafrechtlich verfolgt wird.

Ermöglicht wurde diese Veranstaltung durch finanzielle Unterstützung vom Förderverein der Uhland-Realschule und der Schulsozialarbeit der Stadt Aalen.

 

Text: Erik Hofmann, L

Foto: Felix Eckardt, RL